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Begriffe und Abkürzungen aus der Finanzwelt

a - Annuität; gleichbleibende Gesamtsumme aus Zins und Tilgung eines Kredites oder Darlehens. Der Tilgungsanteil nimmt über die Zeit zu und der Zinsanteil ab.

a.o. - außerordentlich = Erträge oder Aufwendungen, die außerhalb der gewöhnlichen Tätigkeit der Kapitalgesellschaft anfallen z.B. Erlös aus dem Verkauf von Firmenfahrzeugen.

AAA - Triple A, beste Rating (Stufe 1 - die Skala geht bis B- Stufe 5) - Benotung bei der Rating - Agentur Standard & Poor's. sehr gute Bonität, praktisch kein Ausfallrisiko. Beispiele für AAA geratete Einheiten: Bundesrepublik Deutschland, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

ABS - engl. Asset Backed Securities, durch Aktiva gedeckte Wertpapiere

Abschreibung - Rechnerische Wertminderung (AfA - Absetzung für Abnutzung) eines Wirtschaftsgutes in einer Wirtschaftsperiode, meist einem Jahr. Es gibt Abschreibungen in der Bilanz und in der Kostenrechnung. Man unterscheidet konstante (lineare), degressive sowie Abschreibung nach Leistung. Ist ein Vermögensgegenstand nach einiger Zeit vollständig abgeschrieben, ist sein Buchwert rechnerisch = 0 Euro. Er gehört dann zur stillen Reserve. Abschreibungen sind keine Ausgaben.

Abzinsen - Begriff der Zinseszinsrechnung; Ermittlung des Anfangskapitals (Barwert) für ein gegebenes Endkapital durch Multiplikation mit dem Abzinsungsfaktor (Diskontierungsfaktor); Zurückrechnen von der Zukunft auf frühere Zeitpunkte: co = cn / (1 + i)n, Gegensatz: Aufzinsen

Add - In - Zusatzprogramm für MS - Excel, das Befehle oder Komponenten spezifisch hinzufügt. Beispiele sind Euroconvert, Zielwertsuche, Was - Wäre - Wenn - Analysen.

Add - On - Zusatzprogramme für MS - Excel, jedoch umfangreicher als Add - Ins.

Adressenausfallrisiko - Begriff aus der Bankenwelt: Risiko, daß ein Kredit vom Kunden (= Adresse) nicht zurückgezahlt wird

AfA - Absetzung für Abnutzung; steuerrechtlicher Begriff für den Betrag der Abschreibung; Methode der Verteilung der Anschaffungs - oder Herstellungskosten auf die Jahre der betriebsgewöhnlichen Nutzung eines abschreibfähigen Wirtschaftsgutes

AfA - Tabellen - von der Finanzverwaltung herausgegebene Tabellen zur Bestimmung des betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von unterschiedlichen Wirtschaftsgütern

AfaA - Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung

Agio - Aufgeld, Ausgabeaufschlag; z.B. Betrag, um den der Preis eines Wertpapieres seinen Nennwert übersteigt. Gegensatz: Disagio

Ak - Anschaffungskosten

Aktie - Mitgliedschaftsrechte (Beteiligung an der Aktiengesellschaft) und gleichzeitig das Wertpapier, das diese Rechte verkörpert. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist Teilhaber am Vermögen der Aktiengesellschaft.

Aktienbuch - Ein bei Aktiengesellschaften geführtes Verzeichnis der Aktionäre für Namensaktien.

Aktiva - Vermögen einer Gesellschaft; linke Seite einer Bilanz mit folgender Gliederung: immaterielle Vermögenswerte, Sach - u. Finanzanlagen sowie Umlaufvermögen aus Vorräten, Geld und Forderungen. Gliederungsprinzip ist die Schnelligkeit, mit der die Aktiva zu Geld gemacht werden können.

AN - Arbeitnehmer

Anlagegüter - Güter des Anlagevermögens

Anlagevermögen - Daueranlagen eines Unternehmens, die normalerweise nicht verkauft werden sollen Dazu zählen Sachanlagen wie Maschinen, Finanzanlagen wie Aktien und immaterielle Vermögenswerte wie Konzessionen, Patente, Lizenzen usw. ; Gegensatz: Umlaufvermögen (§247 Abs. 2 HGB)

Anleihe - Schuldverschreibung, Wertpapier mit meist fester Verzinsung, älterer Begriff: Obligation. Beispiele sind Bundesschatzbriefe, Kommunalobligationen, Industrieanleihen, neuerer Ausdruck: Rentenpapiere; Gegensatz: Aktien, Gesellschafteranteile

Annuität - regelmäßige Zahlung an den Gläubiger (z.B. eine Bank), die Zins und Tilgung enthält. Man unterscheidet feste und fallende Annuitäten.

Annuitätenanleihe oder - darlehen - Tilgung und Zinsung in gleichbleibenden Annuitäten (Höhe); anders: Ratenanleihe

AO - Abgabenordnung, grundlegendes Steuergesetz in Deutschland

arithmetisches Mittel - häufig etwas ungenau als "Mittelwert" bezeichnet. Korrekter als "einfacher Durchschnitt": Summe der Werte geteilt durch die Anzahl der Werte; vgl. Median und Modus, gewogener Durchschnitt

Asset - engl., 1. Wertpapier, 2. Vermögensgegenstand oder Vermögen allg.

Auftragsabwicklung - Abarbeiten eines (Kunden - )Auftrags

Aufwand - Aufwand und Ertrag ist ein Begriffspaar aus der Finanzbuchhaltung. Aufwendungen sind erfolgswirksame, periodisierte Ausgaben. Die Differenz zwischen Ertrag und Aufwand nennt man Jahresüberschuß (Gewinn) oder - fehlbetrag. Verwendet wird dieses Begriffspaar zur Ermittlung des Unternehmenserfolges wie er in der gesetzlichen GuV vorgeschrieben ist.

Aufwand - Ausgaben - Der Unterschied zwischen Aufwand und Ausgaben liegt in sachlicher und zeitlicher Hinsicht. Es gibt Ausgaben, die nicht erfolgswirksam (dh. nicht in die GuV einfließen). So sind Kredittilgungen zwar Ausgaben, aber sie beeinflussen nicht den Unternehmensgewinn. In zeitlicher Hinsicht wird beim Kauf einer Maschine die Summe als Ausgabe fällig; in die GuV gelangt diese Maschine zu dem Zeitpunkt jedoch nur als um die Abschreibung verminderter Buchwert.

Aufwand - Kosten - Der Unterschied zwischen Aufwand und Kosten liegt darin, daß es für die Definition von Aufwendungen gesetzliche Vorgaben gibt, die für die Kostenseite völlig fehlen (kalkulatorische Kosten; Zusatzkosten). Ein Unternehmen benutzt Kosten zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens. Beispiel: Die Abschreibung ist eine Aufwendungen im Rahmen der GuV. Für ihre Höhe gibt es gesetzliche Vorschriften (z.B. AfA - Tabellen). Will man die Abschreibung einer Maschine zusätzlich in der Preisfindung als Kalkulationsgröße (kalkulatorische Kosten) berücksichtigen, so ist man in der Berechnung der Abschreibung frei. Beispielsweise kann man die Abschreibung auf der Basis von Wiederbeschaffungskosten ansetzen und nicht - wie es der Gesetzgeber vorschreibt - auf der Basis der historischen Anschaffungskosten.

Aufzinsen - Begriff der Zinseszinsrechnung: Ermittlung des Endkapitals aus gegebenem Anfangskapital und dem gegebenen Zinsfuß bzw. Mulitplikation von Zahlungen mit dem Aufzinsungsfaktor: co * (1 + i)n. Ergibt den Betrag, den man aus einem gegebenen Kapital co in n Jahren erhält. Gegensatz: Abzinsen

Ausgaben - Ausgaben sind Auszahlungen plus (Zugang an) Schulden. Daher ist der Begriff "Ausgabe" etwas weiter gefaßt als der Begriff "Auszahlung". Gegensatz zu Ausgaben sind Einnahmen. (vgl. auch Aufwand - Ertrag)

Außenfinanzierung - Marktfinanzierung; Ausstattung eines Unternehmens mit Geld oder Sachmitteln durch den Markt, also von außen. Arten sind Fremdfinanzierung durch Kredite, Leasing u.a. sowie die zusätzliche Bereitstellung von Eigenkapital durch Ausgabe von Aktien oder zusätzliche Einlagen von Gesellschaftern. Gegensatz: Innenfinanzierung

außerordentlicher Aufwand - Aufwendungen bzw. Kosten, die nicht durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit entstehen. Beispiel: Verluste aus Aktiengeschäften oder Aufwendungen infolge eines LKW - Unfalls oder Aufwendungen infolge eines Blitzschlages

außerordentlicher Ertrag - Einnahmen, die nicht durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeiten erzielt wurden. Es sind Erträge, die unregelmäßig und in ungewöhnlicher Höhe anfallen. Beispiel: Gewinn aus Immobilienverkäufe (bei Nicht - Maklern) oder Buchgewinne aus der Veräußerung unterbewerteter Vermögensgegenstände

Auszahlungen - Verminderung des Bargeldbestandes oder des Bankguthabens dh. Verminderung der Liquidität; Gegensatz: Einzahlung

Avale - Bankbürgschaft oder - garantie, bei dem die Bank eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernimmt. Sie werden z.B. von Behörden verlangt. Ziel ist z.B. eine Absicherung von Vertragsstrafen bei nicht rechtzeitiger Fertigstellung einer Leistung z.B. im Straßenbau.

AZ - Aktenzeichen

BAB - s. Betriebsabrechnungsbogen

BAFin - Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt u. Bonn

BAKred - ehemaliges Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Seit Mai 2002 in die BAFin integriert

Balanced Scorecard - Controllingsystem mit vier Kennzahlenperspektiven: Finanz - , Prozeß - , Kunden - und Mitarbeiterperspektive. Dabei sollen sich finanzielle und nicht - finanzielle Meßgrößen ergänzen. Im Mittelpunkt der Perspektiven stehen Vision und Strategie. Deren Umsetzung erfolgt u.a. mit Hilfe des "ZAK" - Prinzips: "Ziele - Aktionen - Kennzahlen".

Bankenaufsicht - Der BAFin obliegt in Deutschland seit dem 1. Mai 2002 die Solvenzaufsicht über alle Kreditinstitute. Grundlage ist das KWG neben einigen Spezialgesetzen wie zum Beispiel das Bausparkassengesetz.

Barkapitalwertmethode - Methode der dynamischen Investitionsrechnung

Barwert - Anfangskapital co; aus dem Endkapital cn durch Abzinsen mit dem Diskontierungsfaktor (1+i)n erhaltener Kapitalwert

Basel I - Internationales Regelwerk für die Bankenaufsicht, erarbeitet von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel im Jahre 1988. Danach müssen Banken sämtliche Kredite ungeachtet des einzelnen Kreditrisikos stets zu 8 % mit haftendem Eigenkapital bei hinterlegen.

Basel II - Vorschlag für ein neues Regelwerk für die internationale Bankenaufsicht, ausgearbeitet von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Danach sollen ab 2006 Banken ihre Kreditkonditionen dem zuvor ermittelten Kreditrisiko individuell anpassen.

Basler Akkord - Internationales Regelwerk für die Bankenaufsicht, gemeint ist Basel I bzw. Basel II (ab 2006 in Kraft).

BDE - Betriebsdatenerfassung im Rahmen eines PPS Systems

Belegarten - Eigenbelege - Fremdbelege, Ein - und Ausgangsbelege, Einzel - und Sammelbelege. Für die KoRe gibt es u.a. folgende interne Belege: Produktionsmeldungen, Material - bzw. Lagerentnahmescheine, Stundenaufschreibungen, Fahrtenbücher usw.

Belege - Belege dienen der Buchung von Geschäftsvorfällen in der Finanzbuchhaltung. Ihre Aufbewahrung und Nutzung ist gesetzlich vorgeschrieben. Belege der Kostenrechnung sind nicht gesetzlich vorgeschrieben und werden vom Unternehmen nur intern genutzt.

Bestandserhöhung bzw. - verminderung - GuV Posten nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 (1) HGB; bezieht sich auf die Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen. Das sind Produkte, die bereits produziert, jedoch noch keinen Käufer gefunden haben.

Best - Case - Bester angenommener Fall in einem Szenario

Beta - Faktor - gibt die Beziehung der Kursentwicklung einer Aktie relativ zu einem Index (z.B: DAX ) an. Er ist eine Kennzahl über die Sensitivität d.h. die Empfindlichkeit einer Aktie relativ zum gewählten Index.

Betriebliche Steuern - Man unterscheidet Verbrauchs - , Verkehrs - , Substanz - sowie Einkommens - und Ertragssteuern. Letztere sind vom betrieblichen Erfolg (Gewinn) abhängig. Die übrigen werden nach anderen Kriterien bemessen. Bis auf die Einkommens - und Körperschaftssteuer können alle anderen Steuern in die Kostenrechnung einbezogen werden.

Betriebsabrechnungsbogen - ist eine Tabelle, die die Kostenarten - mit der Kostenstellenrechnung verbindet. Er dient u.a. der Verrechnung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen sowie der Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge für die Kostenträgerrechnung.

Betriebsergebnis aus der Kosten - und Leistungsrechnung - Umsatzerlöse (Leistungen) - Kosten = Betriebsergebnis

Betriebsergebnis aus der GuV - Umsatzerlöse - Gesamtkosten +/ - Bestandsveränderungen = Betriebsergebnis

Betriebsmittelkredit - Kontokorrentkredit zur Finanzierung von Waren - und Rohstoffkäufen sowie der Zielgewährung an Debitoren

Betriebsprüfung - Außenprüfung des Finanzamtes gemäß §§ 193 - 207 AO sowie der Betriebsprüfungsordnung (BpO). Ebenso Außenprüfung durch die Rentenversicherung sowie Arbeitsamt.

BGA - Betriebs - und Geschäftsausstattung, gehört zum Anlagevermögen

Bilanz - Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva, also von Vermögen und Schulden zum Ende eines Geschäftsjahres. Daraus läßt sich der Vermögensstand ableiten. Grundlage ist u.a. ein Inventarverzeichnis, das bei der Inventur erstellt wurde.

Bilanzänderungen - sind nach EStG und EStR grundsätzlich möglich

BIZ - Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, arbeitet am "Baseler Akkord"

Bonds - Rentenpapiere, festverzinsliche Wertpapiere

Bonität - Kreditwürdigkeit

Box - Jenkins - Statistisches Verfahren, das Vergangenheitskorrelationen von Daten in die Zukunft extrapoliert.

BP - Betriebsprüfung

BSC - s. Balanced Scorecard

Buchwert - Vermögens - und Schuldteile in der Bilanz bewertet nach den Anschaffungs - bzw. Herstellungskosten und korrigiert um Abschreibung und Zuschreibung entsprechend den Vorschriften. Der Buchwert kann mit dem Zeitwert übereinstimmen, wenn die Korrekturen z.B. Abschreibungen dem tatsächlichen Verschleiß entsprechen. Auch "Restwert" genannt.

Budget - ein Maßnahmenplan ausgedrückt in Zahlen, der die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben einer Organisationseinheit in einer Zeitperiode darstellt. Dient der Planung, Koordination, Motivation und Kontrolle

Business Plan - s. Geschäftsplan

BWA - Betriebswirtschaftliche Auswertung

cn - Endwert, Endkapital, Kapital zur Zeit t = n

co - Barwert, Anfangskapital, Kapital zur Zeit t = 0

Call - Option - Option zum Kauf eines zugrunde liegenden Wertpapiers oder eines anderen Wertgegenstandes zum vereinbarten Preis

cap - Höchstzinssatz; ein Hedge - Instrument zur Absicherung gegen steigende Zinsen; seit 1983 auf den internationalen Finanzmärkten eingesetzt.

CAPM - Capital Asset Pricing Model

Captive - Versicherungsgesellschaft, die einem (normalerweise) versicherungsnehmenden Unternehmen wie z.B. BASF gehört, und ausschließlich Versicherungen ihrer Anteilseigner zeichnet

carry trade - Währungsspekulation zur Ausnutzung der Zinsdifferenzen zwischen z.B. Yen - und Dollar - Raum, bei dem Händler sich große Mengen Yen zu extrem niedrigen Zinsen leihen und im Dollar - Raum höher verzinslich anlegen.

Cash - liquide Mittel wie Bargeld, Guthaben auf Girokonten

Cash Flow - Zugang an liquiden Mitteln in einer bestimmten Zeitperiode z.B. einem Monat oder einem Jahr.

Controlling - Lenken, Steuern, Regeln. Aktive Unterstützung des Managements mit aktuellen und sinnvollen Zahlen

Damnum - siehe Disagio

DAX - Deutscher Aktienindex

DB - Deckungsbeitrag

DDE - Dynamic Data Exchange; gängiges Protokoll für den Datenaustausch zwischen Windows - basierten Programmen. Damit läßt sich z.B. ein Kreditbetrag aus einer Excel - Tabelle in ein Word - Dokument eintragen, so daß bei änderungen in der Excel - Datei die entsprechende Position in der Word - Datei automatisch mit aktualisiert wird. (Bearbeiten - Inhalte einfügen - Option "Verknüpfen")

Debet - linke Seite eines Kontos, alte Bezeichnung für Soll

Debitoren - in der Buchführung gebräuchlicher Ausdruck für Schuldner, Kunden gegenüber denen eine Forderung besteht

Debitoren - Management - Prüfung der Bonität neuer und vorhandener Kunden anhand von Hinweisen aus allen zur Verfügung stehenden Mitteln sowie das Durchführen von Sicherungsmaßnahmen wie Eigentumsvorbehalt oder Bürgschaft

Deckungsbeitrag - Umsatzerlös minus variable Kosten. Liefert auf einen Kostenträger bezogen einen Beitrag zur Deckung der fixen Kosten. DB dienen u.a. zur Beurteilung von Zusatzaufträgen. Man unterscheidet DB I bis V.

Delphi - Methode - Prognosemethode, bei der Experten unabhängig voneinander befragt werden und die Aussagen statistisch ausgewertet werden.

Derivative Finanzinstrumente - Devisentermingeschäfte, Zins - oder Währungsswaps, Caps/Floors, Forward Rate Agreements, Futures, Aktienderivate, Optionen

Devisentermingeschäfte - neueres Finanzinstrument zur Absicherung von Kursrisiken bei Fremdwährungsgeschäften. Ziel ist die Sicherung gegenwärtiger Kurse für einen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Ein derartiges Geschäft verleiht dem ex - oder importierenden Unternehmen zwar eine sichere Kalkulationsgrundlage, nimmt ihm auf der anderen Seite die Möglichkeit, an positiven Wechselkursänderungen teilzuhaben.

Disagio - Abgeld oder Damnum: Forderungen (Kredite oder Rentenpapiere), deren Auszahlungsbetrag unter dem Nennwert (unter - pari) oder deren Rückzahlungsbetrag über dem Nennwert (über - pari) liegen. Mittel zur Feinabstimmung von Darlehen oder Anleihen, um gebrochene Zinssätze zu vermeiden, oder eine zusätzliche Vergütung für die Kapitalüberlassung. Gegensatz: Agio

Diskontieren - s. Abzinsen

Doppelte Buchführung - Prinzip, dass immer gleichzeitig mit einer Lastschrift die entsprechende Gutschrift als Gegenbuchung getätigt wird. Die Lastschrift erfolgt als Soll - und die Gutschrift als Habenbuchung.

EBDIT - Earnings before depreciation, interest and taxes. Operativer "Cash - Flow"

EBIT - Earnings before interest and taxes. Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern. Als Kennzahl interessant, wenn die Schuldenlast bekannt ist.

EBITDA - Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern, Abschreibung und Amortisation. Wird vielfach als Maßstab für Liquidität mißverstanden. Nicht unumstrittene Kennzahl.

EBK - Eröffnungsbilanzkonto

Effekten - alte Bezeichnung für Wertpapiere, die sich als Kapitalanlage eignen

Eigenkapital - ist das vom Unternehmer selbst in das Unternehmen eingebrachte Kapital. Es stammt aus seinen privaten Einlagen und/oder im Unternehmen belassenen Gewinnen. Es ist steuerlich das Betriebsvermögen, auch Reinvermögen. Es wird ermittelt durch die Gleichung: Vermögen - Fremdkapital = Eigenkapital. Durch diese Gleichung wird die Bilanz stets ausgeglichen. Es besteht aus den Posten gezeichnetes Eigenkapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Gewinn - bzw. Verlustvortrag sowie Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag.

Eigenkapitalunterlegung - Verpflichtung der kreditgebenden Banken, einen bestimmten Anteil ihres Eigenkapitals zur Risikoabsicherung zu verwenden

Einnahmen - Erhöhung des Geldvermögens einer Firma. Es gibt Einzahlungen, die nicht zu einer Erhöhung des Geldvermögens führen wie z.B. Aufnahme eines Barkredits. Es gibt auch Einnahmen, denen keine Einzahlungen (in der betrachteten Wirtschaftsperiode) gegenüberstehen. Beispiel: Warenverkauf auf Ziel (Forderungszugang). Gegensatz: Ausgabe

Einzahlungen - Eröhung der Liquidität durch Erhöhung der Bargeldbestände bzw. des Bankguthabens

Emission - Ausgabe von Wertpapieren

Emittent - Aussteller von Wertpapieren. Begibt entweder im eigenen Namen oder für Dritte Wertpapiere.

Endkapitalwert - Begriff der Zinseszinsrechnung; Kapital, das nach einer bestimmten Verzinsung in der Zukunft zur Zeit t = n aus Anfangskapital vermehrt um die Zinseszinsen entsteht., s.a. Auf - und Abzinsen. Gegensatz: Barwert, Anfangskapital

Endkapitalwertmethode - Methode der Investitionsrechnung

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - Posten in der GuV, Gewinn oder Verlust aus der normalen Geschäftstätigkeit

Eröffnungsbilanz - identisch mit der Schlußbilanz des Vorjahres oder die erste Bilanz einer Unternehmung überhaupt

Ertrag - Einnahmen. Gegensatz: Aufwand, Aufwendungen. In der GuV werden folgende Begriffe differenziert: Ertrag aus gewöhnlicher und Ertrag aus außergewöhnlicher Tätigkeit; In der Kosten - und Leistungsrechnung wird zwischen Betriebsertrag (Umsatzerlös +/ - Bestandsveränderung an Lagerware) und neutralem Etrag (betriebsfremde Einnahmen) unterschieden.

exponentielle Glättung - Statistisches Verfahren, das Trends und Saisonalitäten insbesonders bei kurzen und volatilen Reihen erkennt und in die Zukunft extrapoliert.

Externe Faktoren - äußere Rahmenbedingungen für ein Unternehmen wie z.B. der Dollarkurs

Externes Rating - Rating, das nicht durch die kreditgebende Bank vorgenommen wird

EZB - Europäische Zentralbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Hat die frühere Funktion der Deutschen Bundesbank für die Eurozone übernommen.

Factoring - Mittel zur Finanzierung, Verkauf von Forderungen vor deren Fälligkeit an einen "Factor", ein Finanzinsitut. Sinnvoll bei Ausgangsrechnungen von jeweils über 500 Euro und hohen Zahlungszielen (ca. 90 Tagen).

Faktoranalyse - Analyse der externen und internen Faktoren im Rahmen des strategischen Controllings

Fakturieren - Erstellen von Ausgangsrechnungen oder Gutschriften. Man unterscheidet Anzahlungs - , Schluß - und Sammelrechnungen.

FCF - Free Cash Flow (s. dort)

Fibu - Finanzbuchhaltung

Finanzierungsregeln - Goldene Bankregel, goldene Bilanzregel

Finanzmärkte - Markt für Wertpapiere und Geld aller Art

Finanzplan - Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben für die kommenden Perioden

Finanzplanung - Erstellen eines Finanzplans aus Liquiditätsplan, Plan GuV sowie weiteren Plänen wie Zins - und Tilgungsplan, Investitionsplan, u.a.

Finanzplanungssoftware - MS Excel mit oder ohne Add - ins sowie verschiedene Spezialsoftware

Floating - Rate Noters - Variabel verzinsliche Anleihen

Floors - neueres Finanzinstrument zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken, bei dem eine Zinsuntergrenze vereinbart wird. Gegensatz: Cap

flüssige Mittel - liquide Mittel wie Bargeld, Guthaben auf Girokonten

Forderung - Anspruch auf Entgeld für eine erbrachte Leistung oder Lieferung

Forecast - engl., Vorhersage, Prognose

Forfaitierung - Finanzierungsmöglichkeit im Auslandsgeschäft; Verkauf von Auslandsforderungen an ein spezielles Finanzierungsinstitut (Forfaiteur)

Forward Rate Aggreements - neueres Finanzierungsinstrument, dient zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Die Vertragspartner vereinbaren einen festen Zinssatz auf der Grundlage eines nominellen Kapitalbetrags zum o.g. Zweck für einen in der Zukunft liegenden Zeitraum.

FRA - s. Forward Rate Aggreements

Free Cash Flow - Netto Cash Flow

Fremdbelege - externe Belege wie Quittungen, Eingangsrechnungen, Kontoauszüge im Rahmen der Buchführung, vgl. a. Eigenbelege

Fremdkapital - sind die auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesenen Schulden eines Unternehmens. Es steht dem Unternehmen nur befristet zur Verfügung. Die Gliederung in der Bilanz ergibt sich aus dem HGB: Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten. Ferner unterscheidet man langfristiges und kurzfristiges Fremdkapital.

Fremdleistungen - Leistungen, die dem eigenen Betriebszweck dienen, jedoch von einem Dritten erbracht wurden wie z.B fremde Laborleistungen bei einem Zahnarzt oder Lohnveredelung.

Frühwarnsysteme - früher: Auffangen und Interpretieren schwacher Signale; heute: ständige Auseinandersetzung mit Vorgängen auf den Märkten und im eigenen Unternehmen. Forderung des KonTraG

Futures - Futures sind Terminkontrakte. Käufer und Verkäufer gehen eine feste Verpflichtung ein, zu einem vereinbarten Termin in der Zukunft eine fest vereinbarte Menge eines bestimmten Basiswertes zu kaufen oder zu liefern. Bei den Basiswerten kann es sich um Aktien, Anleihen oder Indizes usw. handeln. Gegensatz: spot - Kontrakte

GAAP - Generally Accepted Accounting Principles, US Rechnungslegungsvorschrift

GE - Geldeinheiten z.B. Euro oder Dollar

Geldmarkt - Kurzfristige Geldgeschäfte vor allem zwischen Kreditinstituten mit Wertpapieren, deren Laufzeiten unter vier Jahren liegt.

Genußscheine - auch Genüsse genannt; stehen als Wertpapier zwischen Aktien und festverzinslichen Wertpapieren und haben oft eine höhere Rendite als letztere, da sie am Erfolg partizipieren und besondere Rechte im Konkursfall verbriefen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter - Güter des Anlagevermögens unter 410 Euro, die selbständig nutzbar sind, wie z.B. ein Schreibtischstuhl, müssen nicht in der Bilanz aktiviert werden, sondern können im Jahr ihrer Anschaffung als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Gesamtkostenverfahren - ist eine der beiden und gegenwärtig in Deutschland vorherrschenden Arten der Gewinn - und Verlustrechnung. Rechtsgrundlage: § 275 (2) HGB. Orientiert sich an den Aufwendungen der hergestellten Erzeugnisse. Darüber hinaus werden Bestandsveränderungen erfaßt. International herrscht demgegenüber das Umsatzkostenverfahren vor.

Geschäftsfall - Grundlage für eine Buchung bzw. einen Beleg, auch Geschäftsvorfall genannt.

Geschäftsplan - Eigen - und Fremdkapitalgeber verlangen immer stärker die Erstellung eines Geschäfts - oder Business - Plans. Zentrale Elemente sind Finanz - und Marketingplan. Letztere enthält eine Analyse der Markt - und Wettbewerbssituation sowie eine Bewertung der eigenenen Dienstleistungen bzw. Produkte.

Gesellschafter - Einlagen - private Einzahlungen der Gesellschafter, bilden neben thesaurierten Gewinnen das Eigenkapital einer Firma

Gewinn - und Verlustrechnung - nach § 275 HGB eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben in Staffelform. Sie kann entweder nach dem Gesamtkosten - oder dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt werden. Sie ist ein gesetzlich notwendiger Bestandteil des Jahresabschlusses, der noch die Bilanz und bei mittelgroßen Kapitalgesellschaften auch noch den Lagebericht umfaßt.

gewogener Durchschnitt - Einfacher Durchschnitt einer Reihe, deren einzelne Glieder jeweils mit einer bestimmten Gewichtungszahl multipliziert werden müssen.

GKR - Gemeinschaftskontenrahmen

GKV - Gesamtkostenverfahren nach § 275 (2) HGB

Gläubiger - Kreditor, hat ein Recht auf Begleichung einer Forderung von dem Schuldner (Debitor, Kunde)

Gläubigerpapiere - Obligationen, Renten, Anleihen. Sie verbriefen keine Mitgliedschafts - sondern Forderungsrechte

Gleitender Durchschnitt - statistische Methode zur Berechnung von Trendlinien

GmbHG - GmbH - Gesetz

GoB - Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (keine Buchung ohne Beleg; ordnungsgemäße Aufbewahrung der Buchführungsunterlagen, Klarheit und übersichtlichkeit; ordnungsgemäße Erfassung aller Geschäftsfälle)

große Kapitalgesellschaften - nach § 267 HGB zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt: mehr als 250 Beschäftigte, mehr als 13,7 Mio Euro Bilanzsumme, mehr als 27,5 Mio Euro Umsatzerlöse

GuV - s. Gewinn - und Verlustrechnung

GWG - s. geringwertige Wirtschaftsgüter

Hedging - neueres Finanzinstrument, das eine Absicherung gegen unerwünschte änderungen auf dem Finanzmarkt darstellt. Meist handelt es sich um Terminkontrakte. Sie sollten von einem Spezialisten durchgeführt werden.

Heding - Instrument - Futures sind gängige Hedinginstrumente

Herstellkosten - Begriff aus der Kostenrechnung, häufig wird dort aber auch der Begriff der "Herstellungskosten" verwendet. Es geht um die Bewertung von ganz oder teilweise selbst hergestellten Gütern (Vor - und Fertigprodukte) oder Anlagen(teile). Die Herstellkosten der Kostenrechnung (Materialkosten + Fertigungskosten = H.) entsprechen nicht den Vorschriften des Handels - und Steuerrechts. Sie können daher lediglich als Grundlage zur Ermittlung der rechtlich vorgeschriebenen Herstellungskosten benutzt werden.

Herstellungskosten - bilanzieller Begriff nach § 255 HGB sowie etwas abweichend in Abschnitt 33 der Einkommenssteuer - Richtlinien. Ein Maßstab für die Bewertung von Vermögensgegeständen (HGB) bzw. Wirtschaftsgütern (R 33 EStR) die ganz oder teilweise im eigenen Unternehmen erstellt wurden. Zur Ermittlung ist eine Kostenrechnung im Unternehmen erforderlich.

HGB - Handelsgesetzbuch, gilt in Deutschland für Verträge, bei denen mindestens ein Partner Kaufmann ist.

HGrG - Haushaltsgrundsätzegesetz

Hilfs - und Betriebsstoffe - Hilfsstoffe gehen in ein Produkt ein, ohne Rohstoff zu sein. Beispiel ist Leim in der Möbelfertigung. Betriebsstoffe dienen der Aufrechterhaltung des Betriebs wie Schmier - und Reinigungsmittel. Beide gehören in der KoRe zu den Materialkosten.

Holt - Winters - Methode - statistische Methode zur Berechnung von Trendlinien

i - allgemeine Abkürzung für Zinsfuß

IAS - International Accounting Standards; internationales Regelwerk zur Rechnungslegung von dem International Accounting Standards Committee erarbeitet. Dem IASC gehören Berufsverbände der WPs aus über 100 Ländern an. Darunter auch IDW aus Deutschland.

IKR - Industriekontenrahmen

Industrieobligationen - festverzinsliche Wertpapiere, die von Industrieunternehmen emittiert werden. S.a. Anleihen

Innenfinanzierung - Selbstfinanzierung, Bereitstellung von Geldmitteln aus dem Unternehmen heraus, ohne Anzapfung der Finanzmärkte

InsO - Insolvenzordnung

Interne Faktoren - interne Verfassung des Unternehmens mit seinen Stärken und Schwächen

Internes Rating - Das Ergebnis der internen Risikomessung einer Bank in ihrem Kreditportfolio

Inventar - Verzeichnis der Vermögensgegenstände

Inventur - Methode des Erstellens eines Inventarverzeichnisses durch Zählen, Messen und Wiegen

Investition - Mittelverwendung für materielle oder immaterielle Anlagegüter

Investitionsrechnung - bei sicheren Erwartungen: Kapitalwert - oder Endwertverfahren; bei unsicheren Erwartungen: Entscheidungsbaumverfahren, Sensitivitätsanalyse, Risikoanalysen

Investment Grades - entsprechen den Ratingsymbolen von AAA bis BBB - bei Standard & Poor's sowie Aaaa bis Baa3 bei Moody's.

IRB - Ansatz - engl.: internal Rating based Approach. Interner Ratingansatz der Banken nach Basel II zur Ermittlung des Kreditrisikos. Man unterscheidet Basis - und fortgeschrittenen Ansatz. Gegensatz: externes Rating

Jahresabschluß - gesetzlich vorgeschriebener Abschluß der Buchführung eines Jahres. Besteht aus Bilanz, GuV sowie bei mittelgroßen und großen Gesellschaften dem Lagebericht.

Jahresfehlbetrag - Reinverlust, ausgewiesen in der GuV

Jahresüberschuß - Reingewinn, ausgewiesen in der GuV

Junk Bonds - Hochverzinsliche Rentenpapiere, high yield bonds. Rentenpapiere von Emittenten mit schlechter Bonitätsbewertung, also im Bereich speculative grades und nicht mehr im Bereich investment grades.

Kalkulationszinsfuß - Der Kalkulationszinsfuß soll die Alternativrendite ausdrücken, die man erhalten würde, wenn man mit einem vorhandenen Kapital ein anderes Projekt finanzieren würde.

KapCoRiLiG - Kapitalgesellschaften - und Co - Richtlinie - Gesetz. Haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften werden hinsichtlich Rechnungslegung, Prüfung und Offenlegung Kapitalgesellschaften gleichgestellt.

KapG - Kapitalgesellschaften

Kapitaldienst - Zins - und Tilgung

Kapitalwert - wird für Investitionsentscheidungen herangezogen. Zur Berechnung werden alle Zahlungsströme im Lebenslauf einer geplanten Investition periodengerecht aufaddiert und auf die Gegenwart diskontiert. Ist er postiv, so ist die Investition grundsätzlich zu empfehlen. Je höher, desto besser. Nachteil ist, daß dieser Wert nichts über den notwendigen Kapitaleinsatz aussagt.

Kapitalwertmethode - Die Kapitalwertmethode ermittelt den Kapitalwert co aus der Summe der Barwerte aller Einzahlungen abzüglich der Summe der Barwerte aller Auszahlungen sowie der Anschaffungsauszahlung. Sie wird auch als Diskontierungs - , Gegenwartsmethode oder als Concept of Net Present Value bezeichnet. Von besonderer Bedeutung ist die Wahl der oder des Kalkulationszinsfußes.

Kennzahlen - geben in kompakter Form Auskunft über Stärken und Schwächen eines Unternehmens. Beispiele für Kennzahlen sind die Fremdkapitalquote oder die Fluktuationsrate. Kennzahlensysteme sind das Balanced Scorecard sowie ROI.

KMU - Kleine und mittlere Unternehmen

Konsolidierung - Zusammenfassung von Einzelbilanzen und Gewinn - und Verlustrechnungen von Unternehmen, die zu einem Konzern gehören in einem einzigen Jahresabschluß

Konsolidierungskreis - Kreis der in einen Konzernabschluß eingebundenen Konzernunternehmen

Kontenabschluß - Nach Eintragung des Anfangsbestandes und Buchung der Geschäftsfälle wird zum Schluß der Saldo ermittelt. Dieser wird dann in die entsprechenden Abschlußkonten übertragen.

Kontenklassen - Teile eines Kontenrahmens. Meist neun oder zehn Klassen von Klasse 0 "Anlage - und Kapitalkonten" bis Klasse 9 "Abschlußkonten" oder "Vortragskonten - statistische Konten".

Kontenplan - paßt den branchenspezifischen Kontenrahmen dem einzelnen Betrieb an. Er enthält nur die im Unternehmen geführten Konten.

Kontenrahmen - Organisations - und Gliederungsplan für das betriebliche Rechnungswesen. Es gibt verschiedene Kontenrahmen: Gemeinschafts - , DATEV, Industrie - , Handwerks - , Einzelhandels - , Großhandels - und weitere branchenspezifische Kontenrahmen. Sie enthalten Kontenklassen und sollen die Verbuchung von einzelnen Geschäftsvorfällen erleichtern.

Kontieren - Erfassen der Geschäftsfälle durch Zuordnung von Konten und ggf. Kostenstellen zu den zugehörigen Belegen; Vorbereitung vor dem eigentlichen Buchen

KonTraG - Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, schreibt die Einführung eines Risikomanagementsystems im Unternehmen vor

KoRe - Abkürzung für Kostenrechnung

Kosten - Betriebsnotwendige Aufwendungen; bewerteter Verzehr wirtschaftlicher Güter zur Erstellung oder Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen. Der Begriff Kosten umfaßt die betrieblichen Aufwendungen (Betriebsaufwand) und enthält zusätzlich die kalkulatorischen Kosten. Beispiele für letzteres sind kalkulatorische Zinsen auf Eigenkapital oder kalkulatorische Abschreibung). Gegensatz: Leistungen

Kosten der Warenabgabe - Beispiele: Verkaufsprovisionen, Ausgangsfrachten, Verpackungsmaterial, Transportversicherung

Kostenarten - werden gemäß dem betriebsindividuellen Kontenplan definiert. Beispiele sind: Personalkosten, Sachkosten, Kapitalkosten z.B. kalkulatorische Zinsen, Kosten für Fremdleistungen z.B. Beratungskosten usw.

Kostenrechnung - Man unterscheidet Kostenarten - , Kostenstellen - und Kostenträgerrechnung

Kostenstelle - Ort im Unternehmen, an welchem Kosten entstehen z.B. Vertriebskostenstelle

Kostenträger - Produkt oder Dienstleistung, auf das Kosten umgelegt werden

Kreditkosten - s. Nebenkosten des Geldverkehrs

Kreditoren - Gläubiger. Gegensatz: Debitor, Schuldner

Kreditportfolio - Zusammensetzung der Kreditnehmer bei einer Bank nach Große und Branchen sowie ggf. Standorten und weiteren Faktoren.

Kreditrisiko - Ausfallrisiko, Gegenparteirisiko. Risiko, daß ein Kreditnehmer seine Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen kann, auch Adressausfallrisiko genannt.

Kreditsicherung - Kreditsicherheiten sind entweder Personensicherheiten wie Bürgschaften oder Realsicherheiten wie Forderungen, bewegliche oder unbewegliche Vermögenswerte.

Kreditwürdigkeit - Bonität

KWG - Kreditwesengesetz

Lagebericht - Teil des Jahresabschlusses bei mittelgroßen und großen Unternehmungen. Muß auch eine Aussage über die Risiken der künftigen Entwicklung enthalten

Liquidation - 1. Nach Handelsrecht: Abwicklung der Geschäfte einer insolventen Firma, 2. Abwicklung einer Bezahlung

Liquidität - Fähigkeit, offene Forderungen zu begleichen. Sie kann neben dem Geldvermögen und den kurzfristig liquidisierbaren Vermögensgegenständen auch die offenen Kreditlinien umfassen. Die Sicherung der Liquidität ist immer die erste Sorge des Unternehmers.

Liquidität 1. Grades - (Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100 d.h. als Prozent ausgedrückt. Dieser Wert sollte weit unter 100% liegen, um unrentable überliquidität zu vermeiden.

Liquidität 2. Grades - (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100 d.h. als Prozent ausgedrückt. Dieser Wert sollte etwa um die 100 - 120 % liegen. Liegen die Werte ständig darunter, deutet dies auf ernste Probleme hin. Englisch: acid test

Liquidität 3. Grades - (Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100 d.h. als Prozent ausgedrückt. Dieser Wert sollte etwa um die 130 - 150 % % liegen. Allerdings hängt die tatsächliche Höhe stark von der Branche und vielen anderen Umständen ab. Englisch: current ratio

Liquiditätsgrad - Kennzahl, die das Verhältnis von flüssigen Mitteln zu Zahlungsverpflichtungen ausdrückt. Man unterscheidet Liquiditätsgrad erster, zweiter und dritter Ordnung. Ist zur Insolvenzprognose nur bedingt geeignet, da beispielsweise kurz nach einem kritischen Stichtag ein langfristiges Darlehen zur Rückzahlung anstehen kann, und die Kennzahl "über den Haufen wirft".

Liquiditätskennzahlen - Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades sowie Working Capital.

Liquiditätsmanagement - Vorhersage und Steuerung der liquiden Mitteln eines Unternehmens mit dem Ziel der Vermeidung von Unter - und überliquidität

Liquiditätsplan - Vorhersage bzw. Planung von Ein - und Auszahlungen in einer bestimmten Periode

Liquiditätsstatus - an einem Stichtag vorhandene liquide Mittel abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten

Marktkapitalisierung (auch Börsenkapitalisierung) - Marktpreis einer Aktiengesellschaft. Sie errechnet sich aus der Summe aller Aktien multipliziert mit deren Börsenkurs.

Marktrisiko - potentiell negative Barwertänderung eines Kreditportfolios einer Bank

MDAX (Midcap-Index) - Aktienindex, der die Wertentwicklung der 50 größten börsennotierten Aktiengesellschaften wiederspiegelt, die auf die 30 DAX-Gesellschaften folgen.

Median - Zentralwert, mittlerer Wert in einer Zahlenreihe, die nach zunehmender Größe geordnet wurde. Beispiel: 1,3,4,6,7. Median, Zentralwert = 4

Mehrwertsteuer - Bemessungsgrundlage der USt ist nicht der Mehrwert, sondern das gesamte Entgelt. Die Besteuerung des Mehrwerts jeder Wirtschaftsstufe wird allerdings durch das Instrument des Vorsteuerabzugs sichergestellt.

mittelgroße Kapitalgesellschaften - nach § 267 HGB sind mittelgroße KapG solche, die mindestens zwei der drei folgendenden Kriterien überschreiten: a) 3,438 Mio Euro Bilanzsumme, b) 6,875 Mio Euro Umsatzerlöse p.a. c) 50 Arbeitnehmer sowie die Kriterien für große KapG nicht überschreiten

Mittelstand - häufig gekennzeichnet durch Einheit von Eigentum und Entscheidung, Das Bonner Institut für Mittelstandsforschung rechnet zum Mittelstand konzernunabhängige Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und einem Umsatz unter 50 Mio Euro.

Mittelwert - siehe Median, Modus, arithmetisches Mittel

Modus - häufigster Wert in einer Zahlenreihe, Begriff aus der Statistik. Beispiel in der Reihe: 1,1,2,3,4,5 ist der Modus = 1.

Monte - Carlo - Simulation - statistisches Simulationsverfahren, insbesondere zur Bestimmung von Risiken

MRP - Material Requirements Planning (im Rahmen von PPS - Systemen)

Multi - currency Notes - Doppelwährungsanleihen

Nebenkosten des Geldverkehrs - Zinsen für in Anspruch genommene Kredite

Net present Value - Kapitalwert

neutraler Aufwand - Aufwand, der keine Kosten enthält. Aufwendungen, die nicht primär dem eigentlichen Betriebszweck dienen. Das sind betriebsfremder Aufwand wie z.B. eine Spende, außerordentlicher Aufwand wie z.B. Aufwendungen nach einem LKW - Unfall sowie bestimmte Sonderfälle. Der neutrale Aufwand wird nicht bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses, wohl aber bei der Ermittlung des Unternehmensergebnisses berücksichtigt.

neutrales Ergebnis - neutraler Erfolg. Ergebnis unabhängig vom betrieblichen Leistungsprozeß (GuV) durch Gegenüberstellung von neutralem Aufwand und neutralen Ergebnissen. Bestandteil des Unternehmensergebnisses, jedoch nicht im Betriebsergebnis enthalten.

neutrale Erträge - nicht durch den betrieblichen Leistungsprozeß verursachten Erträge wie z.B. Buchgewinne aus der Veräußerung unterbewerteter Vermögensgegenstände oder Steuererstattungen sowie Eingang abgeschriebener Forderungen.

NPV - net present value = Kapitalwert

Null - Kupon - Anleihen - zero - bonds

OFD - Oberfinanzdirektion der Steuerbehörde

Offene Posten - noch nicht beglichene Ausgangsrechnungen

OHG - Offene Handelsgesellschaft

OLE - Object Linking and Embedding; gängiges Protokoll für den Datenaustausch zwischen Windows - basierten Programmen. Im Gegensatz zum DDE - Protokoll hat das eingebettete Objekt keine Verbindung mehr zur ursprünglichen Quelldatei. (Bearbeiten - Name - Objekt - hinzufügen)

OP - siehe offene Posten

OPD - offene Posten Datei

Operationelles Risiko - Das Risiko einer Bank durch eigenes Verschulden oder auch externen Ereignissen

Optionen - Verträge zum Kauf oder Verkauf eines Basis - Wertpapiers, Derivategeschäfte

OTC - Over the counter Geschäfte: die Mehrzahl der Derivate - Geschäfte wird nicht zentral über die Börse gehandelt, sondern direkt zwischen Bank und Kunde abgewickelt.

Overhead - anderer Ausdruck für fixe Kosten durch Verwaltung allg.; im engeren Sinne Führung

Passiv - Seite - rechte Seite einer Bilanz. Die Passiv - Seite gibt Auskunft über die Mittelherkunft, das heißt die Finanzierung eines Unternehmens.

Plan - GuV - Plan - Gewinn - und Verlust - Rechnung

Portfolio - 1. Zusammensetzung eines Depots an Wertpapieren: 2. Zusammensetzung von SGF einer Unternehmung

Privatentnahme - Entnahme von Kapital bei Personengesellschaften und Einzelfirmen

Prozeßkostenrechnung - neuere Methode zur besseren Verrechnung von Gemeinkosten auf Kostenstellen und - träger. Läßt sich in ISO 9001 zertifizierten Unternehmen gut realisieren, da dort bereits Prozeßabläufe dargestellt sind.

Put - Option - Option zum Verkauf eines zugrunde liegenden Wertpapiers oder eines anderen Wertgegenstandes zum vereinbarten Preis, Gegensatz: Call - Option

PV - present value = Barwert co= Gegenwartswert; Begriff aus der Zinseszinsrechnung

Quartil - statistische Angabe. Teilt eine Reihe von Zahlen, die der Größe nach geordnet sind, in vier Bereiche ein, die jeweils identisch viele Zahlen aufweisen. Man unterscheidet unteres Quartil (25 % Quartil), Median (50 % Quartil), 75 % Quartil sowie den größten Wert (100 % Quartil).

Ratenanleihe - Anleihe, bei der die Tilgungszahlungen gleich bleiben, die Zinsbelastung jedoch kontinuierlich sinken. Dadurch fallen die jährlichen Belastungen für das begebende Unternehmen. Gegensatz: Annuitätenanleihe

Ratendarlehen - Darlehen, bei dem die Höhe der Rückzahlungen ständig abnimmt, da der Zinsanteil bei gleichbleibender Tilgung immer kleiner wird. Gegensatz: Annuitätendarlehen

Rating - Bewertung der Bonität, der Kreditwürdigkeit von einer Ratingagentur oder einer Bank. In Deutschland sind Anfang 2002 etwa 250 Unternehmen extern geratet.

Ratingsymbole - Buchstabencode zur Angabe der Bonität eines Kreditnehmers oder eines Rentenpapieremittenten von Ratingagenturen wie Standard & Poor's.

Rechnungsabgrenzung - Rechnungsabgrenzungsposten sind ein Instrument zur zeitlichen Abgrenzung und Zurechnung von Erträgen und Aufwendungen. Sie finden sich auf beiden Seiten der Bilanz.

Regressionsanalyse - mathematisches Verfahren zur Ermittlung der Gleichung für eine Kurve

Rentabilität - Wirtschaftlichkeit. Sie ist die zweite Sorge des Unternehmers. Meßbar zum Beispiel an der Gesamtkapitalrentabilität oder Umsatzrentabilität

Renten - 1. Altersruhegeld, 2. Festverzinsliche Wertpapiere

Rentenpapiere - festverzinsliche Wertpapiere

Restbuchwert - s.a. Buchwert

RHB - Stoffe - Roh- , Hilfs - und Betriebsstoffe

Risikobericht - Teil im Lagebericht

RMS - Risikomanagementsystem

Rohergebnis - Zwischensaldo der GuV bei kleinen und mittelgroßen KapG. Diese dürfen nach § 276 HGB die Posten Nr. 1 - 5 das sind Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, andere aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge sowie Materialaufwand unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammenfassen. Diese Aussage macht betriebswirtschaftlich, wenn sie, wie oben beschrieben, nach dem Gesamtkostenverfahren erhoben wird, wenig Sinn, da es weder eine Brutto - , noch eine Nettogröße ist, da lediglich der Materialaufwand an realen Aufwendungen enthalten ist. Psychologisch hat der Wert jedoch eine hohe Aussagekraft, weil er die externen Faktoren zusammenfaßt.

Rohertrag - siehe Rohergebnis

Rohgewinn - auch Warenrohgewinn genannter, umstrittener, jedoch weit verbreiteter Begriff aus der Kalkulation in Handelsgeschäften. Differenz zwischen Warenverkaufspreis incl. MwSt. und dem Wareneinstandspreis ohne Vorsteuer. Problematisch, weil gewährte Rabatte oder nicht ausgenutzte Skonti nicht berücksichtigt werden.

Rücklagen - Sind Eigenkapital, das auf der Passivseite der Bilanz verbucht wird. Rücklagen entstehen meist durch Gewinnthesaurierung oder durch Einlagen der Gesellschafter. Offene Rücklagen sind in der Bilanz ausgewiesen. Sie bestehen aus Kapitalrücklagen (Einlagen, Agio auf Aktienemissionen u.a.) sowie den Gewinnrücklagen, die aus Gewinnthesaurierungen entsthanden sind. Stille Rücklagen sind als solche nicht in der Bilanz ausgewiesen. Sie werden auch stille Reserven genannt. Sie umfassen unterbewertete Vermögensgegenstände, die aus abgeschriebenen, jedoch noch genutzten Anlagegütern bestehen, oder überbewertete Schulden.

Rückstellungen - Im Gegensatz zu den ähnlich klingenden Rücklagen sind Rückstellungen als Fremdkapital anzusehen. Ein Beispiel sind Pensionsrückstellungen. Sie haben also ihre Ursache in der abgelaufenen Periode, werden jedoch erst in einer künftigen Periode zu Auszahlungen. Zum Beispiel, wenn die jetzt tätigen Beschäftigten den Ruhestand erreichen. Andere Beispiele sind Rückstellungen für künftige Steuerzahlungen, Umweltschäden, Instandhaltung, Gewährleistung sowie Jubiläumszuwendungen.

Sale and lease back - Verkaufe und Lease zurück, eine Finanzierungsmöglichkeit

SBK - Schlußbilanzkonto, Gegenkonto für den Abschluß aller Bestandskonten im Hauptbuch

Schlußbilanz - Bilanz für den Abschluß des Geschäftsjahres

Schulden - Verbindlichkeiten

SGE - Strategische Geschäftseinheit, siehe SGF

SGF - Strategisches Geschäftsfeld

Skonto - Prozentualer Preisnachlaß, den Lieferanten ihren Kunden gewähren. Sollte immer in Anspruch genommen werden, sofern vertraglich vereinbart. Rechnet man die Skontogewährung auf das Jahr um, so ergeben sich meist satte zweistellige Zinssätze z.B. 45 %. Daher sollte man durchaus den Kontokorrentkredit der Hausbank in Anspruch nehmen. Eingehende Geldmittel sowie der Kontokorrentkredit sollten so oft wie möglich zur Ausnutzung gewährter Skonti eingesetzt werden.

SKR - Spezialkontenrahmen (der DATEV)

sonstige betriebliche Erträge - Posten in der GuV nach § 275 HGB. Beispiele sind Auflösung von Rückstellungen, erhaltener Schadensersatz, Erträge aus Vermietung und Verpachtung oder aus dem Verkauf in der Kantine u.a.m.

Spannweite - statistisches Maß für die Streuung von Werten. Differenz zwischem kleinstem und höchstem Wert

Speculative Grades - Bonitätseinstufung, die von einer sehr mäßigen Deckung von Zins und Tilgung bis zur Zahlungsunfähigkeit reicht. In Ratingsymbolen ausgedrückt geht dies von Ba1 bis C bei Moody's und von BB+ bis CC bzw. SD/D bei Standard & Poor's.

SQL - Standard Querry Language; Standard für Datenbankabfragen z.B. aus dem Datenbestand eines Servers

Standardabweichung - statistisches Maß für eine Streuung von Werten einer Stichprobe um einen Mittelwert

Streuungsmaße - statistische Maße wie Spannweite, Varianz, Standardabweichung

Summensaldenliste - Diese Listen geben einen überblick über alle bebuchte Sachkonten. Grundlage der BWA

SuSa - siehe Summensaldenliste

Swaps - komplizierte Devisengeschäfte zur Exportsicherung

SWOT - Analyse - engl. Akronym, zu deutsch: Stärken - Schwächen - Chancen - Risiken - Analyse. Wird im Rahmen des strategischen Controllings durchgeführt. Untersucht werden interne und externe Faktoren.

Szenario - Analyse - Bezeichnung für verschiedene, unterschiedlich komplexe Prognosemethoden. Sie reichen von einfachen Worst - , Best - und Trend - Case - Szenarien über die Auseinandersetzung mit einzelnen Annahmen (wie z.B. ein bestimmter künftiger Preisindex oder "Krieg im Nahen Osten"), die mit Blick auf das eigene Unternehmen durchgespielt oder durchgerechnet werden, bis hin zu komplexen Annahmebündeln. Aufbauend darauf werden Handlungskonzepte entwickelt.

Tilgung - Rückzahlung eines Kredits oder einer Anleihe

Trend - Case - Normalfall bei einer Szenario - Analyse

Triple A - s. AAA

überliquidität - zuviel Liquidität

UKV - Umsatzkostenverfahren nach § 275 (3) HGB

Umlaufvermögen - Vermögensgegenstände, die dem Unternehmen nicht längerfristig oder ständig dienen, sondern zum Verkauf oder Verbrauch bestimmt sind. Nach § 266 HGB umfaßt das Umlaufvermögen Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere sowie Schecks, Kassenbestände u.ä. liquide Bestandteile

Umsatzerlös - Umsatz minus Mehrwertsteuer. Nicht dazu gehören Erlöse aus nicht betriebstypischen Geschäftsfällen.

Umsatzkostenverfahren - In Deutschland nicht vorherrschendes Verfahen zur Gewinn - und Verlustrechnung. Rechtsgrundlage ist § 275 (3) HGB. Im Gegensatz zum Gesamtkostenverfahren nach § 275 (2) HGB werden die nur Kosten für die verkauften Produkte erfaßt. Daher werden Bestandsänderungen nicht berücksichtigt. Setzt eine Kostenstellenrechnung voraus.

Unterliquidität - nicht ausreichende Liquidität

Unternehmensergebnis - 1. In der GuV ist es das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit plus das außerordentliche Ergebnis minus Steuern. 2. In der Kostenrechnung ist es das Betriebsergebnis plus das neutrale Ergebnis

Valuta - ausländische Währungen

VaR - Größe - Value - at - Risk. Begriff zur Quantifizierung von (Markt - )Risiken. Er stellt einen Verlustbetrag in Euro dar, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, meist 95 oder 99% in einem festgelegten Zeitraum nicht überschritten wird.

Verbindlichkeiten - Schulden

Vinkulierte Namensaktie - Sonderform der Namensaktie. Nach § 68 Abs. 2 AktG ist für die übertragung vinkulierter Namensaktien außer den bei gewöhnlichen Namensaktien vorgesehenen Bedingungen auch die Zustimmung der Aktiengesellschaft erforderlich.

Volatilität - Schwankungsbreite, -intensität von Kursen. Bei starken Kursausschlägen hat eine Aktie eine hohe Volatilität.

vorläufiges Ergebnis - ungeprüftes Ergebnis, noch nicht vom WP testiert

Vorratsaktien - Aktien, die im Zuge der Emission oder in der Ausübung eines bei einer bedingten Kapitalerhöhung eingeräumten Rechts von einem Dritten (Vermögensverwalter, Hausbank, Bankenkonsortium) für Rechnung der Aktiengesellschaft übernommen werden und nicht in den Umlauf gelangen.

Vorstand - Oberstes Verwaltungsorgan einer Aktiengesellschaft. Er wird vom Aufsichtsrat kontrolliert. Der Vorstand leitet die laufenden Geschäfte des Unternehmens.

Vorzugsaktie - Aktien, die in der Regel kein Stimmrecht haben. Zum Ausgleich dafür gewähren diese Aktien ihrem Besitzer andere Vorteile (z.B. Vorrechte bei der Dividendenberechtigung, Nachzahlungspflicht für etwa ausgefallene Dividende).

WACC - Weighted Average Cost of Capital, gewichteter Kapitalkostensatz

Wachstumsaktien - Aktien von Unternehmen, bei denen überdurchschnittliche Wachstumsraten hinsichtlich der Umsätze, Investitionen und Erträge erwartet werden.

Wandelanleihen - Anleihen, die in Aktien umgewandelt werden können.

Wertpapierkennnummer (WKN) - Die "Hausnummer" der Wertpapiere. Diese sechsstellige WKN bietet eine eindeutige Identifizierbarkeit der Aktie.

WG- Wirtschaftsgut

Wj- Wirtschaftsjahr

Wk - Werbungskosten

Working - Capital - Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten. Eine vorwiegend im englischen Raum benutzte Kennzahl für die Liquidität. Ein negatives Working Capital deutet auf ernste, unter Umständen sogar dringende Probleme hin.

Worst - Case - schlechtester angenommener Fall in einem Szenario

WP - Wirtschaftsprüfer

Xetra - Exchange Electronic Trading System - Das elektronische Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG.

Y - Bruttosozialprodukt

Zahlungsunfähigkeit - Insolvenz, Zahlungseinstellung, das Unvermögen eines Schuldners, die fälligen Rechnungen zu begleichen. Ist die Zahlungsunfähigkeit vorraussichtlich von Dauer, so ist ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

Zahlungsziel - ein in der Zukunft liegender Zeitpunkt, bei dem eine Geldschuld bezahlt wird. Häufigste Form eines kurzfristigen Lieferantenkredits

Zeichnung - Kauf von Neuemissionen, die durch ein Bankenkonsortium angeboten werden, vor dem ersten Handelstag zum Bezugskurs.

Zero - bonds - Nullkuponanleihen. Im Gegensatz zu normalen Anleihen schütten Zero - bonds ihre Zinsen nicht jährlich, sondern erst am Ende der Laufzeit aus. Das kann für Anleger steuerlich interessant sein, weil die zu versteuernden Zinszahlungen in die einkommensärmere Rentenzeit fällt.

Zieleinkauf - Zahlung nach dem Zeitpunkt der Lieferung, Kreditkauf, s.a. Zahlungsziel

ZS - Zuschlagssatz; Verhältnis zwischen Einzel - und Gemeinkosten in einer Kostenstelle

ZwFrd - Zweifelhafte Forderung

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